Der Wert des Tieres in Albert Schweitzers Ethik

- Speziesmus und Ehrfurcht vor dem Leben -

 

Dr. Christian Müller (Philosoph, Tierethiker und Ethiklehrer)

Freitag, 14.3.2014, 20Uhr, Gemeindehaus, Hölderlinstr. 3, 77654 Offenburg

 

 

 

 

 

 

Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Hautfarbe, ihrer Haarfarbe, ihrer Körpergröße, aufgrund ihres Geschlechtes oder aufgrund irgendeiner anderen biologischen Eigenart gering zu schätzen, zu diskriminieren, ist falsch. Dies kann mittlerweile recht sicher als gesellschaftlicher Konsens angesehen werden.

 

 

Doch ist es ebenfalls gesellschaftlicher Konsens, dass andere Tiere als der Mensch nicht in dieser Weise vor Diskriminierung geschützt werden können bzw. geschützt werden sollen und zwar anscheinend gerade aufgrund der Tatsache, dass sie sich vom Menschen in erster Linie durch eine biologische Eigenschaft unterscheiden – sie sind eben keine Menschen. Um diesen Konsens, welcher jährlich für weltweit rund 56 Milliarden empfindungsfähige Lebewesen zu Lande und zur Luft den vorzeitigen und oftmals grausam herbeigeführten Tod bedeutet, in Frage zu stellen und das damit verbundene Übel benennen zu können, haben einige Denker in Anlehnung an die Begriffe des Rassismus und Sexismus den Begriff des Speziesismus (also der Speziesdiskriminierung)  ersonnen.

 

 

 

 

Im Rahmen des Vortrages werden nun das Problem des Speziesismus sowie andere aktuelle Fragen aus der Tierethik – etwa ob Tiere Rechte haben, ob Menschen andere Tiere überhaupt für ihre Zwecke nutzen dürfen, ob Menschen in den modernen Industrienationen noch tierliches Fleisch essen dürfen – mit Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben konfrontiert, um zu prüfen, welche Antworten sich hierauf auf der Basis dieses Ethikmodells formulieren und argumentativ verteidigen lassen.

 

 

Veranstalter : Forum Ethik in der Auferstehungsgemeinde Offenburg, NABU-Gruppe Lahr „Mensch-Tier-Umwelt“, Evang.Erwachsenenbildung Offenburg-Ortenau, VEBU-Gruppe Lahr